
Ein Service von MCW - Medical Computer Ware
Alle Vorkehrungen für Datenschutz getroffen
Wien (OTS) - Ob niedergelassener Arzt oder Spitalsarzt, Kassenarzt oder Wahlarzt: Jeder Arzt in Österreich hat vor kurzem kostenlos seine persönliche Befundkarte bekommen. Damit kann der Arzt die Befundkartei seines Patienten rasch und einfach verwalten - natürlich nur, wenn dieser das wünscht. Mit seiner persönlichen Befundkarte kann der Arzt jedenfalls auf Knopfdruck Befunde in einem übersichtlichen Format ansehen, hoch- oder runterladen, direkt im Befundportal seines Patienten ablegen, die Richtigkeit von Notfalldaten bestätigen und vieles mehr. Kurzum: "Die Befundkarte gibt dem Arzt mehr Informationen und somit den perfekten Überblick über die Krankengeschichte seines Patienten", weiß Klaus Propst, Geschäftsführer von MCW (Medical Computer Ware), jenem Unternehmen, das die Befundkarte entwickelt hat. "Damit kann der Arzt die Qualität seiner Behandlung steigern und das kommt natürlich dem Patienten zu Gute."
Jeder Arzt kennt die Situation: Er hat einen Patienten mit einer teilweise oder gänzlich
unbekannten Vorgeschichte. Vielleicht erscheint der Patient zum ersten Mal in der
Ordination oder im Spital. Vielleicht ist er alters- oder krankheitsbedingt nicht in
der Lage, über seine Krankengeschichte genau Auskunft zu geben.
Vielleicht kann er sich an seine Medikamente nicht erinnern und hat seine früheren
Befunde verloren oder einfach nur vergessen. "In all diesen Fällen ist die Befundkarte
eine wertvolle Hilfe", betont Propst. "Und das Beste daran: Für Arzt und Patient ist die
Befundkarte gratis."
Sowohl die Befundkarte des Patienten, als auch die des Arztes sind durch ein eigenes Passwort geschützt, das natürlich jederzeit geändert werden kann. Dadurch hat der Patient die Möglichkeit, den Zugang für den Arzt jederzeit zu sperren oder auch nur zeitlich zu limitieren. Der doppelte Passwortschutz stellt jedenfalls sicher, dass das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient intakt bleibt und niemand von außen die Gesundheitsdaten einsehen kann. Die Speicherung der Daten in Hochsicherheitszentren, eine dezentrale Datensicherung, verschlüsselte Codierung im Zuge der Datenübertragung, eine auf Datensicherheit geprüfte Software sind nur einige weitere Maßnahmen, die einen optimalen Datenschutz gewährleisten. MCW-Geschäftsführer Propst: "Wir sind uns bewusst, dass die Speicherung und Übertragung von Gesundheitsdaten eine große Verantwortung darstellt. Darum wurde alles, was man nur tun kann, auch getan, um diese Daten zu schützen."
Propst pocht zudem auf über 20 Jahre Erfahrung, die der Ordinationssoftware-Hersteller MCW mit rund 2.000 Ärzten als Kunden bei der Übertragung und Speicherung von Gesundheitsdaten hat: "Schon jetzt schaffen wir die technischen Voraussetzungen zur Sicherung der Gesundheitsdaten von hunderttausenden Patienten. Und unser Partner, der größte Befundprovider Österreichs, sendet über das sogenannte medicalnet nicht weniger als acht Millionen Befunde pro Jahr." Und Propst weiter: "Unser System ist einfach tausendfach erprobt und bewährt - das muss uns erst einmal einer nachmachen. Und im Gegensatz zur geplanten staatlichen elektronischen Gesundheitsakte ELGA kostet die Befundkarte dem Steuerzahler keinen einzigen Cent."
Utl.: Ab sofort kann jeder Patient seine Befunde und medizinisch relevanten Notfalldaten jederzeit über das Internet oder ein internetfähiges Handy abrufen – auch im Ausland.
Wien (OTS). Möglich machen das zwei Karten: Die Befund- und die Notfallkarte. „Beide Karten funktionieren ähnlich der Bankomatkarte. Das heißt, dass der Patient über einen Code seine persönlichen Gesundheitsdaten jederzeit per Internet oder internetfähiges Handy abrufen kann - auch im Ausland“, erklärt der Entwickler der beiden Karten, Klaus Propst, Geschäftsführer der Softwarefirma MCW (Medical Computer Ware).
„Die Vorteile für den Patienten“, so Propst, „liegen auf der Hand: Mit der Befundkarte haben der Patient und seine behandelnden Ärzte erstmals den Überblick über die gesamte Krankengeschichte. Die Notfallkarte liefert den Ersthelfern blitzschnell alle medizinisch relevanten Notfalldaten – wenn jede Minute zählt. So können die Ärzte rascher und vor allem gezielter helfen. Und das kommt natürlich den Patienten zugute.“ Eingegeben werden die medizinischen Daten für Befund- und Notfallkarte von Ärzten. „Damit stellen wir sicher, dass die Datenqualität einwandfrei ist und die Gesundheitsdaten von Medizinern auf der ganzen Welt gelesen werden können“, betont der MCW-Geschäftsführer.
Die Vorteile der Notfallkarte im Detail: Mit Hilfe der Notfallkarte und dem darauf abgedruckten Zugangscode können die Ersthelfer bereits im Rettungswagen feststellen, welche Blutgruppe und Impfungen der Patient hat, welche Medikamente er nimmt, ob er einen Herzschrittmacher hat etc. „Gerade die Spitalsärzte in den Notfallambulanzen profitieren davon, wenn sie schon vor der Einlieferung des Patienten die richtigen Blutkonserven vorbereiten können und etwa über chronische Krankheiten, Arzneimittelunverträglichkeiten und Operationen Bescheid wissen“, glaubt Propst. Ein weiteres Plus: „Die Notfallkarte spricht auch dann für den Patienten, wenn er selbst nicht mehr sprechen kann, weil er zum Beispiel bewusstlos ist.“ Im individuell angelegten Notfallkartenregister ist außerdem auch Platz für persönliche Daten des Patienten, zum Beispiel Namen und Telefonnummern der im Notfall zu verständigenden Kontaktpersonen, der behandelnden Ärzte, eine etwaige Patientenverfügung etc. Ein Patientenfoto auf der Notfall- und der Befundkarte stellt sicher, dass der Patient nicht verwechselt werden kann.
Auch die Befundkarte ist für Österreichs Patienten eine echte Innovation: Sowohl alte, als auch neue Befunde, Röntgenbilder, Laborberichte etc. sind Teil der persönlichen Befunddatei des Patienten, auf die er mit Hilfe seines privaten Passworts zugreifen kann. Damit ist seine persönliche Krankenge-schichte übersichtlich dokumentiert, das umständliche Aufbewahren und Herumschleppen von Röntgenbildern und Befunden gehört der Vergangenheit an. Bei künftigen Untersuchungen wird der Patient seinen Befund nicht einmal mehr persönlich abholen müssen. Er kann ihn in dem Moment, in dem er elektronisch dem zuweisenden Arzt übermittelt wird, am Computer oder am Handy abrufen. Denn im Zuge der elektronischen Übermittlung vom Befundersteller zum Arzt wird automatisch eine Kopie des Befundes erstellt und im Ordner des Befundkartenbesitzers abgelegt. Eine Einschränkung gibt es jedoch: „Dieses sensationelle Patientenservice funktioniert nur bei modern ausgestatteten Labors, Radiologen und Krankenhäusern. Das sind die meisten, aber leider noch nicht alle“, bedauert Propst. So könnten die Daten jener Befundersteller, die ihre Befunde immer noch per Post verschicken, weiterhin nur im Nachhinein erfasst werden.
Befund- und Notfallkarte sind seit etwas mehr als einem Monat in Österreich erhältlich und werden bereits von rund 100 niedergelassenen Ärzten angeboten. „Das Echo ist überwältigend“, freut sich Propst, „wir sind sehr zufrieden. Zumal noch weitere 350 Ärzte auf unserer Warteliste stehen.“ Die Kosten für den Patienten: Drei Euro pro Karte und Monat (inkl. MwSt).
MCW ist ein österreichisches Unternehmen, mit einem Kundenstock von etwa 2.000 Ärzten zählt es bereits seit über 20 Jahren zu den führenden, heimischen Herstellern von Ordinationssoftware. Bekannt wurde MCW auch als erstes Unternehmen, das in Österreich die e-card installiert hat.
Rückfragehinweis:
MCW-Kommunikation
0664/212 20 87
Utl.: Demnächst bieten schon 450 Ärzte in ganz Österreich das neue Patientenservice an. - Fuchs: „Patienten sind Eigentümer ihrer Gesundheitsdaten!“
Wien, (OTS); „Im Gegensatz zur elektronischen Gesundheitsakte ELGA verfügen bei der Notfall- und der Befundkarte die Patienten über ihre Gesundheitsdaten“, betont Hans-Joachim Fuchs, Arzt für Allgemeinmedizin in Wien-Alsergrund. Anders als beim Regierungsprojekt ELGA gebe es bei den beiden Karten auch kein Problem mit dem Datenschutz. Denn ein Patient, der eine Karte beantragt, willigt damit ausdrücklich in die Speicherung seiner Gesundheitsdaten ein. Bei der Befundkarte schützt außerdem ein nur dem Patienten bekanntes Passwort die Daten vor unerwünschten Zugriffen. (Im Fall der Notfallkarte gibt es dieses Passwort nicht, denn die Ersthelfer müssen die Notfalldaten auch dann abrufen können, wenn der Patient nicht ansprechbar ist.) Für Fuchs, der auch Mitglied des Referats für medizinische Datensicherung, ELGA und E-Health in der Wiener Ärztekammer ist, steht jedenfalls fest: „Die Eigentümer ihrer Gesundheitsdaten sind die Patienten und nicht der Staat. Auch aus diesem Grund bin ich ein Befürworter der Notfall- und der Befundkarte.“
Fuchs ist einer jener 100 niedergelassenen Ärzte, bei denen die Patienten jetzt schon die beiden Karten bestellen können. (Eine Liste jener Ärzte, die die Befund- und Notfallkarte anbieten, findet sich auch im Internet unter www.befundkarte.at und www.notfallkarte.at) Weitere 350 Ärzte folgen demnächst, sie haben sich bereits für einen Installationstermin der notwendigen Software angemeldet. Aber nicht nur die Ärzte, auch immer mehr Patienten setzen auf die Befund- und Notfallkarte: „Das Interesse ist riesig“, freut sich Praktiker Fuchs, „die 150 Informationsfolder, die wir aufgelegt haben, waren in kürzester Zeit vergriffen. Einige Patienten haben die Befund- und Notfallkarte auch schon beantragt, meist fällt die Entscheidung dann gleich für beide Karten.“
Das rege Patienteninteresse ist für den Wiener Allgemeinmediziner keine Überraschung. Hätten doch beide Karten unbestreitbare Vorteile für den Patienten: Bei der Notfallkarte sei ausschlaggebend, dass sich der behandelnde Notarzt auf die vom praktischen Arzt eingegebenen, medizinischen Daten verlassen kann. „Es ist immer die Frage, ob und wie sich ein Patient an seine Gesundheitsdaten erinnert“, weiß Fuchs aus der Praxis zu berichten. „Ein medizinisches Dokument hingegen, das zum Beispiel eine Penicillinallergie nachweist, ist unanfechtbar.“
Die Befundkarte führt laut Fuchs überhaupt zu einer wesentlichen Stärkung der Patienten, da deren Befunde nicht mehr so leicht unter den Tisch gekehrt werden können. „In Österreich ist es leider immer noch gängige Praxis, den Patienten ihr Eigentum, nämlich ihren Befund, vorzuenthalten anstatt automatisch auszuhändigen“, so die Kritik. „Deshalb kennen die meisten Patienten ihre Krankengeschichte gar nicht, zumindest nicht im Detail.“ Als Beispiel nennt Fuchs den Krebsabstrich beim Gynäkologen. Hier bekämen die Patientinnen ihren Befund in der Regel nur bei einem positiven Ergebnis zu sehen. Und das, obwohl auch ein negativer Befund durchaus interessante Informationen für die einzelne Patientin beinhalten kann wie zum Beispiel den Hinweis auf eine mögliche Infektion. Außerdem hätte die Befundkarte noch einen weiteren positiven Effekt: Sie könne dazu beitragen, dem Patienten unangenehme Mehrfachuntersuchungen zu ersparen, was wiederum das Gesundheitssystem entlaste.
Hans-Joachim Fuchs abschließend: „Für mich sind Befund- und Notfallkarte wertvolle Kontrollinstrumente mündiger Patienten. Und je mündiger die Patienten, umso effizienter ist das gesamte Gesundheitssystem.“
Rückfragehinweis:
Dr. Hans-Joachim Fuchs
0676/42 50 961
© MCW - Medical Computer Ware 2012